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Formen und Bauelemente

In einem Raum stehen zwei verschiedene Dinge nebeneinander: das Objekt, das gemessen wird, und das Bauelement, das gezählt wird. Eine Wand hat ein Maß, eine Steckdose eine Anzahl.


Ein Objekt anlegen

Die Kachel „Manuell anlegen" in der Raumansicht führt zu „Neues Element". Dort werden eingetragen:

„Anlegen & messen" führt direkt in den Messbildschirm und startet den automatischen Ablauf (Kapitel „Messen"); ohne verbundenen Laser geht es nach „Abbrechen" von Hand weiter. Objekte aller Formen und Bauelemente anlegen und von Hand messen geht in jedem Tarif.

Hat das Projekt ein Leistungsverzeichnis, steht daneben die Kachel „Position aus LV". Sie legt das Objekt aus einer Position an und füllt Bezeichnung und Position gleich mit; die Form schlägt sie nach der Einheit vor, und Sie können jede der Formen dieses Kapitels wählen. Die Menge kommt wie immer aus dem Messen. Das ist der schnellere Weg, sobald ein Verzeichnis da ist — beschrieben im Kapitel „Leistungsverzeichnis".


Die Objektliste

Die Raumansicht „Elemente" zeigt oben die Kacheln „Manuell anlegen" und „Mit Kamera", nach einem Raumscan auch „3D-Ansicht". Darunter steht die „Raum-Summe" mit Fläche, Laufmeter und Volumen, ohne Übermessungsregel. Unter „Laufmeter" zählen Laufmeter-Objekte, die Wandlängen der Wandgruppen und die Umfänge aller übrigen Flächen zusammen.

Jede Zeile zeigt Skizze, Bezeichnung, Form mit Messfortschritt (etwa „Rechteck · 1/2 Kanten") und Position, bei einem Projekt mit Leistungsverzeichnis auch „LV zugeordnet" oder „ohne LV-Zuordnung". Rechts steht die Menge in Quadratmetern, laufenden Metern oder Kubikmetern — oder „offen", solange noch etwas fehlt. Ein Objekt auf einem freigegebenen Aufmaßblatt trägt „✓ fertig" (Kapitel „Abrechnen"). Ein Objekt auf einem eingereichten oder freigegebenen Blatt trägt außerdem ein Schloss mit der Blattnummer; es lässt sich dann nur ansehen, und seine Aktionen beschränken sich auf „Ansehen", „Historie" und „Als Nachtrag kopieren" (Kapitel „Abrechnen", Abschnitt „Gesperrte Objekte und Nachtrag"). Darunter folgen die Bauelemente des Raums.

Reihenfolge: Objekte, die einer LV-Position zugeordnet sind, stehen nach deren Ordnungszahl. Wer Pos. 1, dann Pos. 2 und wieder Pos. 1 misst, sieht 1, 1, 2; Pos. 2 steht vor Pos. 10. Objekte ohne LV-Zuordnung folgen danach in der Reihenfolge, in der sie angelegt wurden — auch solche, die nur eine von Hand eingetragene Position tragen. Die Bauelemente stehen ebenso, und die Exporte halten dieselbe Reihenfolge in jedem Raum (Kapitel „Exportieren").

„⋯" am Zeilenende oder ein langer Druck öffnet die Aktionen: Umbenennen, Position ändern (leer ist erlaubt), LV-Position zuordnen, Fotodokumentation …, Klonen, Klonen nach … (Kapitel „Projekte und Gliederung") und Löschen mit Rückfrage. „Klonen" legt im selben Raum eine Kopie an und fragt nach Namen (vorbelegt mit „(Kopie)") und wahlweise neuer Position; Maße, Aussparungen und Wände kommen mit, die LV-Zuordnung nicht.


Die Flächenformen

Form Was gemessen wird
Rechteck Breite × Höhe
Dreieck Drei Seiten (Berechnung nach Heron)
Kreis Nur der Radius, auch wenn die Kurzbeschreibung den Durchmesser nennt — ein gemessener Durchmesser wird halbiert eingetragen
Trapez Zwei parallele Seiten und die Höhe; „Rechter Winkel im Trapez" (links, kein, rechts) bestimmt den Umfang
L-Form Rechteck mit Eck-Aussparung
Wand mit Aussparung Rechteck mit einer inneren Öffnung (Tür oder Fenster)
Polygon (frei) 3 bis 24 Kanten, beliebige Winkel — rechtwinklig oder schräg
Laufmeter Offene Kette von 1 bis 99 Kanten, keine Fläche — für Sockelleisten, Fugen, Kanten
Wandgruppe Mehrere Wände gleicher Höhe — als Tabelle, ohne Skizze

Bei L-Form und Wand mit Aussparung muss der ausgesparte Teil schmaler und niedriger sein als das ganze Rechteck. Die Kantenzahl von Laufmeter und Polygon ändern „+ Kante hinzufügen" und „− Letzte Kante entfernen".

Erste Kante und Richtung

Beim Rechteck und beim Polygon (frei) legt die Karte „Erste Kante & Richtung" fest, wo Kante 1 beginnt und wohin sie läuft: „Boden / X →", „Decke / X ←", „linke Wand / Y ↑" oder „rechte Wand / Y ↓". Ein grüner Pfeil in der Skizze zeigt die Wahl; sie lässt sich jederzeit ändern.

Winkel im Polygon

Ein neues Polygon beginnt als Rechteck mit vier 90°-Ecken. Unter jeder Kante öffnet „Drehung nach dieser Kante" den Dialog „Drehwinkel":

Dazu die Drehrichtung „↰ Links" oder „↱ Rechts" wählen und mit „Übernehmen" bestätigen. Ob die Form schließt und was „✓ Form schließen" tut, steht im Kapitel „Messen" unter „Prüfungen beim Messen".

Ein Polygon zeichnen

Nach Bezeichnung und „Polygon (frei)" öffnet „Form zeichnen" eine Zeichenfläche. Jeder Strich beginnt am Ende des vorigen. Die Umschalter „✎ Zeichnen" und „✥ Verschieben" verhindern, dass ein Wischen versehentlich eine Kante setzt; zwei Finger zoomen, „Ansicht zurücksetzen" holt die Ausgangsansicht. Führt der letzte Strich zum Startpunkt zurück, schließt die App die Form. „Zurück" nimmt den letzten Strich weg, „Verwerfen" alles; „Form übernehmen" geht ab drei und bis 24 Kanten.

Die Zeichnung ist kein Maß. Die App setzt die längste Kante vorläufig auf 4 m und die übrigen im selben Verhältnis; eine geschlossene Form zählt damit schon in Raum-Summe und Auswertungen. Jede Kante deshalb einzeln über DISTO oder Manuell nachmessen — der automatische Ablauf steht dafür nicht bereit.

Kreuzen sich die Kanten eines Polygons — etwa bei einer gezeichneten Acht —, zählt es weiter mit der Fläche, die die App aus den Ecken errechnet, und die ist dann nicht die gezeichnete. Die App warnt davor beim Verlassen des Messbildschirms („Diese Form kann es so nicht geben") und, wenn das Objekt einer LV-Position zugeordnet ist, noch einmal vor dem Stellen eines Belegs und vor dem Abgeben des Aufmaßes, jeweils mit dem Namen des Objekts (Kapitel „Messen" und „Abrechnen").


Die Körperformen

Form Was gemessen wird
Quader Breite × Höhe × Tiefe
Zylinder / Rohr Radius × Höhe
Pyramide Rechteckige Grundfläche × Höhe
Kugel Radius
Schütthaufen / Volumen Grundfläche in Quadratmetern × mittlere Höhe — von Hand oder über „Haufen-Volumen messen" (Kapitel „Messen")

Die App weist Volumen und Oberfläche getrennt aus; beim Schütthaufen steht unter „Oberfläche" die Grundfläche. Sie von Hand einzutragen, rechnet derzeit nur richtig, wenn als Längeneinheit Meter eingestellt ist (Kapitel „Einstellungen").


Aussparungen

Eine Aussparung ist eine Öffnung, die von der Fläche abgezogen wird — Fenster, Tür oder Nische —, mit Breite × Höhe und einer Bezeichnung. Es gibt sie an drei Formen:

Aussparungen am Rechteck benennen

Jede Aussparung am Rechteck steht in zwei Zeilen: oben ihr Name, der Knopf „Art" und das ×, darunter Breite × Höhe.

Sind Aussparungen erst halb vermessen, nennt „Es ist noch etwas offen" sie beim Verlassen einzeln mit Namen; tragen zwei denselben Namen, steht ihre Stelle in Klammern dahinter, etwa „Öffnung (3)" (Kapitel „Messen").

Ob eine Aussparung wirklich abgezogen wird, entscheidet die Übermessungsregel des Projekts. Wo sie die Menge verändert, steht in der Objektliste unter der gemessenen Menge eine zweite, größere: „abrechenbar …" mit dem Namen der Regel. Für die fehlende Ecke der L-Form gilt die Regel nie — sie ist Zuschnitt, keine Öffnung (Kapitel „Abrechnen").


Die Wandgruppe

Die Form für den Regelfall „ein Raum, vier Wände, eine Höhe" — eine Tabelle statt einer Skizze:

  1. Gemeinsame Wandhöhe — einmal gemessen, gilt für alle Wände der Gruppe.
  2. Wände — über „+ Wand", zunächst „Wand 1", „Wand 2" usw.; je Wand wird die „Länge (lfm)" gemessen.
  3. Aussparungen — beliebig viele je Wand über „+ Aussparung", jeweils Breite und Höhe.

Ein Tipp auf den Namen benennt eine Wand oder Aussparung um, der Papierkorb entfernt eine Wand. Hängen an einer gelöschten Wand oder Aussparung Messwerte, nennt die Rückfrage deren Zahl; sie stehen danach in der Mess-Historie, und „Rückgängig" in der Kopfzeile holt die Wand samt Aussparungen in einem Schritt zurück. Jeder Wert hat nur DISTO und Manuell; wie der automatische Ablauf Höhe und Wände misst, steht im Kapitel „Messen".

Sobald Höhe und Länge einer Wand gemessen sind, stehen unter ihr „Brutto", „Aussparungen" und „Netto" in Quadratmetern. Unten fasst der Block „Summen" Σ lfm, Σ Brutto-Wandfläche, Σ Aussparungen und Σ Netto-Wandfläche zusammen. Gerechnet wird wie auf dem Beleg: jede Wand und jede Aussparung für sich auf die Nachkommastellen des Projekts gerundet, dann summiert — aber immer mit vollem Abzug. Gilt im Projekt eine Übermessungsregel, weicht die abrechenbare Menge in Objektliste und Abrechnung davon ab.

Die Wandgruppe zählt schon, bevor alles gemessen ist: Sobald die Höhe und mindestens eine Wandlänge stehen, geht sie mit den gemessenen Wänden in alle Auswertungen ein. Der Summenblock nennt die offenen Wände; „Automatisch aufräumen" entfernt dort leere Wände und Aussparungen.


Bauelemente

Ein Bauelement wird gezählt, nicht gemessen: Türen, Fenster, Steckdosen, Schalter, Heizkörper. Es hängt an jeder Ebene der Gliederung und wird über „+ Bauelement" angelegt — bei einem Projekt mit Leistungsverzeichnis daneben auch über „Position aus LV", ebenfalls auf jeder Ebene. Ein so angelegtes Bauelement beginnt bei der Anzahl 0.

Feld Anmerkung
Art Eine der elf Vorlagen (siehe unten) oder frei. Eine gewählte Art lässt sich wechseln, aber nicht wieder abwählen.
Bezeichnung Pflicht. Die Art trägt ihren Namen ein, überschreibbar, z. B. „Fenster Süd".
Anzahl Null oder mehr, auch mit Nachkommastellen.
Breite · Höhe · Tiefe Freiwillig, je Stück, in Millimetern.
Anschlag Nur, wenn eine Art gewählt ist, die öffnet.
Notiz Frei.

Die Liste zeigt Bezeichnung, Anschlag, Maße und Notiz, rechts die Anzahl („× 3"). Ein Tipp öffnet „Bauelement bearbeiten" mit „Löschen" unten; „⋯" oder ein langer Druck bietet Bearbeiten, bei einem Projekt mit Leistungsverzeichnis Position zuordnen und — wenn eine zugeordnet ist — Zuordnung lösen, dann Fotodokumentation …, Klonen nach … und Löschen mit Rückfrage (Kapitel „Leistungsverzeichnis").

Verlauf eines Bauelements

Beim Bearbeiten stehen über „Löschen" zwei weitere Knöpfe. „Historie" zeigt jede frühere Anzahl und jedes frühere Maß mit Datum und vorherigem Wert, die Maße in Millimetern. „Rückgängig" nimmt die letzte Änderung an Anzahl und Maßen zurück, auch wenn sie von einem anderen Gerät kam; die Felder zeigen danach den zurückgeholten Stand, gespeichert ist er schon. Name, Art, Anschlag und Notiz nimmt dieser Knopf nicht zurück — das tut die Rückgängig-Leiste (Kapitel „Messen").

Bauelemente rechnen immer in Millimetern („Maße in mm (optional, je Stück)"), unabhängig von der eingestellten Längeneinheit: Eine Tür ist eine „860er", und eine verwechselte Einheit (1010 gegen 1,010) fiele erst bei der Bestellung auf.

Die Vorlagen

Zimmertür · Wohnungstür · Haustür · Balkontür · Fenster · Fensterbank · Heizkörper · Revisionsklappe · Steckdose · Schalter · Lampenauslass — jede Vorlage belegt die Bezeichnung vor, manche bieten Maße zum Antippen an:

Jedes vorgeschlagene Maß lässt sich überschreiben.

Der Anschlag

Der Anschlag sagt, nach welcher Seite ein Element aufgeht, und ist bestellrelevant: Eine DIN-links-Tür passt nicht in eine DIN-rechts-Zarge. Zur Wahl stehen bei Zimmer-, Wohnungs- und Haustür DIN links, DIN rechts und Zweiflügelig, bei Fenster und Balkontür zusätzlich Fest, bei der Revisionsklappe nur DIN links und DIN rechts. Bei den übrigen Arten und ohne Art fehlt die Auswahl; ein leeres Feld heißt „nicht erfasst", nie „gibt es nicht". „Anschlag entfernen" nimmt eine Wahl zurück. Listen und Tabellen zeigen die Kurzformen DIN L, DIN R, 2-flg. und fest.

Über der Auswahl steht die Regel: „Von der Seite gesehen, zu der sich das Element öffnet: Bänder links = DIN links." Bei einer Tür ist das die Seite mit den sichtbaren Bändern, bei einem nach innen öffnenden Fenster die Raumseite.


Was hier bewusst nicht steht